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Eine “kleine” Erfolgsgeschichte des Global Data Synchronisation Netzwerks (GDSN)

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Bezugnehmend auf den Blog-Post meiner Kollegin Tammy O’Donnell: “GDSN – wird erwachsen …” bietet es sich an, das Netzwerk einmal aus der Wachstumsperspektive zu betrachten. Der Nutzungsgrad des GDSN lässt sich mit Hilfe von verschiedenen Kenngrößen messen, die alle eine Sprache sprechen: das Netzwerk ist erwachsen.

Laut Definition handelt sich bei dem GDSN um ein interoperables Netzwerk zum Austausch von Artikelstammdaten. Interessant ist bei dieser Definition der Begriff der Interoperabilität, kurz IODP. Laut einem Dokument der Europäischen Kommission definiert sich IODP wie folgt: “Interoperability is like a chain that allows information and computer systems to be joined up both within organisations and then across organisational boundaries with other organisations, administrations, enterprises or citizens.” (vgl. Commission Staff Working Paper sowie Kubicek et al.; Organizational Interoprability in E-Government; Heidelberg, Berlin; Springer, 2011, S. 23). Es wird deutlich, dass ein Netzwerk wie das des Global Data Sync (GDS) nur dann wirklich interoperabel sein kann, wenn entsprechend Unternehmen und Organisationen sich an diesem beteiligen. Genau an diesem Punkt beginnt die Erfolgsgeschichte des Netzwerks.

Einer dieser Indikatoren ist die Anzahl der Produktinformationen, die über das GDSN ausgetauscht werden.  Auf der Produktseite gab es in der Zeit von 2004 bis heute einen rasanten Anstieg. Waren 2004 gerade mal rund 70.000 GTIN´s (Global Trade Item Number: eine von der GS1 verwaltete und vergebene Identifikationsnummer, mit der Produkte und Packstücke weltweit eindeutig identifiziert werden können) bei der Global Registry gemeldet, so wurde im Jahre 2012 die 10 Millionengrenze überschritten. Momentan werden fast 15 Millionen GTIN´s synchronisiert. Wobei die Anzahl der Produkte von April bis Juli diesen Jahres um fast 600.000 angewachsen ist .

Viel wichtiger noch als die Anzahl der Artikel, ist für die Interoperabilität die Anzahl der Organisationen, die an dem Netzwerk teilnehmen, entscheidend. Hier lassen sich verschiedene Aspekte betrachten. Zunächst wäre dort die Anzahl der Nutzer zu erwähnen: Heute sind 31.346 GLN’ s (Global Location Number: identifiziert global die volle Unternehmensbezeichnung, sowie die Anschrift) im Netzwerk registriert. Gemäß GDSN Operational Dashboard entspricht dies einem jährlichen Anstieg von 8,4%. So hätte heute die ausgedruckte Liste der Teilnehmer eine Länge von 296 Seiten! Ein weiterer Indikator des Erfolges ist die Anzahl der Datenpools, die sich dem Netzwerk verbunden fühlen und zertifiziert sind. Waren im Jahre 2004 nur die Pioniere am Start wie bspw. UCCnet, ECCnet, EANnet or SINFOS so gibt es heute 30 zertifizierte Datenpools. Auch die Anzahl der Länder, in denen die Daten des Netzwerks zur Optimierung der Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Endkonsumenten genutzt werden, verdient das Prädikat “Global”. So werden die Artikelstammdaten mittlerweile in mehr als 50 Ländern verteilt.

Ein weiterer Indikator für den Erfolg ist die Branchennutzung bzw. -reichweite. Zunächst standen die klassischen Lebensmittel-Daten im Fokus des Austausches. Heute verschiebt sich der Fokus auf viele andere Branchen wie z.B. Textil, Sport, DIY und “Lebend Grün”. Aber auch Branchen wie die des Gesundheitswesen gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Hier ist insb. die Möglichkeit der Artikelstammdatensynchronization im Rahmen der Unique Device Identification (UDI) zu erwähnen. Hier kommt sogar der Administrationsaspekt in der IOPD-Defintion zum tragen, da die Daten mit einer Behörde, der FDA (United States Food and Drug Administration), ausgetauscht werden können.

Es wird deutlich, dass das GDSN schon lange aus den Kinderschuhe heraus ist und der Netzwerk-Effekt erreicht ist bzw. weiter an ihm gearbeitet wird. The show must go on!