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EU-Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV)

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Mit mehr Produkttransparenz zu höherem Kundenvertrauen!

Es ist schon ein Weilchen her, dass wir unser Essen mit Pfeil und Bogen erlegten und selbst in den Wald gingen, um Blätter und Beeren zu sammeln – Immer ein Auge offen für unsere natürlichen Feinde, die wilden Tiere.

Im 21. Jahrhundert leistet sich die moderne Gesellschaft eine um saisonale und regionale Beschränkungen bereinigte globale Lieferkette für die eigne Bedarfsdeckung. Manchmal darf’s aber auch ein bisschen mehr sein und so findet die Jagd auf „Lebensmittel“ heute zwischen den Regalen des Supermarktes um die Ecke statt – auf der Pirsch nach dem nächsten Abendessen oder nach etwas Essbarem auf die Hand. Doch welchen Preis zahlen wir für die Convinience?

Und wer sind heute unsere natürlichen Feinde?  – Glaubt man den Verbraucherschutzorganisationen und unseren Politikern, könnte man meinen, wir selbst sind unser größter Feind!

Im Jahr 2003 schrieben die Vereinten Nationen in einer Richtlinie zum Verbraucherschutz fest, dass  Konsumenten das Recht auf gesunde, sichere und umweltfreundliche Produkten haben sollten, unabhängig von ihrer Herkunft, dem erzielten Einkommen oder der religiösen Zugehörigkeit. Sozusagen als Grundlage für eine  faire nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung mit Fokus auf den Schutz der Umwelt.

Angesichts der immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale und der Giftstoffe in vielen Produkten scheinen die  Verfasser der Richtlinie Recht behalten zu haben: Pferdefleisch wird skrupellos als Rindfleisch deklariert, Dioxin wird in Eiern gefunden und bedenkliche Chemikalien in Kinderspielzeug. Es wundert also nicht, wenn Regierungen und Verbraucherschützer die Forderung nach härteren Regeln und mehr Produkttransparenz ganz nach oben auf die Tagesordnung setzen.

Neben den Vorreitern bei der Europäische Kommission und den US-Behörden erlassen immer mehr Länder deshalb Gesetze um die Verbraucher besser zu schützen und Transparenz zu Inhaltsstoffen und möglichen Schadstoffen herzustellen. Die Regierungen versprechen sich davon der breiten Verunsicherung der Verbraucher damit entgegenzuwirken. Was gut ist für die Konsumenten, scheint sich für die Konsumgüterindustrie als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu erweisen. Indem Politik und Verbraucherorganisationen detaillierte Produktinformationen fordern – wie z. B. eine komplette Auflistung aller Lebensmittel-Inhaltsstoffe – und irreführende Gesundheits-Slogans untersagen, setzt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), auch als EU-Richtlinie 1169/2011 bekannt und gefürchtet, globale Standards für das Recht des Verbrauchers, mehr über die von ihm gekauften Produkte zu erfahren. Gleichzeitig schärft die LMIV das Bewusstsein für die Auswirkungen von gesetzlichen Regelwerken auf die Datenverfügbarkeit in der Konsumgüterindustrie.

Da die Datenverfügbarkeit eng mit der Marktfähigkeit von Produkten verknüpft ist – und mit einem erhöhten Risiko von Geldstrafen im Falle unvollständiger oder falscher Produktinformationen -, üben die neuen Richtlinien Druck auf Unternehmen rund um den Globus aus, sich intensiver denn je mit ihrer Datenqualität und ihrer Produktkonformitäts-Strategie zu beschäftigen.

Das Ergebnis einer ersten Analyse zur Verfügbarkeit dieser Informationen ist oft ziemlich enttäuschend: Wo Daten vorhanden sein sollen, sind sie über viele Stellen verteilt gespeichert, sind unvollständig und/oder von schlechter Qualität, oder gar nicht erst vorhanden. Wie man so hört, soll der eine oder andere Hersteller schlaflose Nächte haben, weil er nicht weiß, wie die Probleme zu lösen sind: Wie bekomme ich die Informationen von meinen Zulieferern, und wie kann ich meine Lieferkette so organisieren, dass sie den Anforderungen entspricht und gleichzeitig transparent ist? Welche Werkzeuge und Dienstleistungen können mich bei der Generierung und Verteilung von Daten unterstützen – und wie kann ich das alles möglichst effektiv und zu den geringstmöglichen Kosten organisieren?

Schauen wir uns zum Vergleich einmal die Pharmaindustrie an: Hier ist das Erfüllen gesetzlicher Bestimmungen seit jeher eine unabdingbare Voraussetzung, um Produkte überhaupt auf den Markt bringen zu können. Die Regulatory Affairs-Abteilungen der Branchenunternehmen identifizieren relevante Vorschriften und entwickeln Wege, wie man ihnen entsprechen kann, um mit dem Produkt möglichst schnell auf den Markt zu gelangen.

Medizinprodukte, Lebensmittel und eine Reihe von Konsumgütern haben vieles gemein – nicht zuletzt wegen ihres großen Einfluss unsere Gesundheit und deren Einfluss auf die Umwelt.

Zieht man all diese Übereinstimmungen in Betracht, ist es höchste Zeit für die Unternehmen der Konsumgüterindustrie, auch ihre Regulatory Compliance-Abteilungen aufzustocken.

Grund genug auch für 1WorldSync, eine eigene Abteilung für Regulatory and Sustainability (RSM) Compliance Data Management aufzusetzen. Nachdem 1WorldSync bereits verschiedenste Unternehmen beim Management von Gefahrstoffen und -gütern fachlich unterstützt, werden jetzt auch die Dienste zur Beobachtung relevanter Gesetzgebungsaspekte ausgeweitet. Dank dieser Form der Unterstützung sind Unternehmen künftig besser in der Lage, auf globaler Ebene proaktiv mit den Anforderungen der europäischen und der US-Gesetzgebung Schritt zu halten.

Ob es um die Kennzeichnung genetisch veränderter Organismen in der EU geht oder um sicherere Verbrauchsgüter in Kalifornien – Regulatory Compliance muss  das Gras wachsen hören und den Finger am Puls der Zeit haben. Sie wollen mehr wissen? Stay tuned!