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Es ist jetzt schon über zehn Jahre her, dass die ersten Daten über das Global Data Synchronization Network™ (GDSN ) ausgetauscht wurden – und vieles hat sich seitdem verändert. In der ganzen Zeit, in der ich seitdem in das Feld des Produktdatenaustauschs via GDSN involviert bin, waren die Themen Datensynchronisation und Informationsaustausch noch nie so spannend wie im Moment. „Big Data“-Insiderwissen war auf Parties noch nie so gefragt wie heute. 

Als ich anfing, Kunden bei der Implementierung von GDSN zu unterstützen, konzentrierten wir uns auf die Grunlagen: das Definieren von Produktattributen auf Basis zentraler Logistik-Informationen , das Zuweisen von GTINs auf allen Ebenen der Produkthierarchie einschließlich der Paletten und die Benachrichtigungs-Choreographie. Die Methodik war ziemlich geradlinig: Planung, Schulung, Design, XML-Entwicklung, Test und Support. Spulen wir zehn Jahre vor und vergegenwärtigen wir uns für einen Moment all die Erfahrungen, die wir im Zuge sich wandelnder Datenempfänger-Anforderungen gemacht haben: Inzwischen sprechen wir beim Datenaustausch via GDSN ja noch nicht mal mehr „Händlern“, sondern von “Informationsempfängern” – schließlich geht es heute um mehr, als bloß um Konsumgüter!

Die ursprünglichen Anforderungen der ersten „datenaktiven“ Händler waren gering im Vergleich zu heute. Die wichtigsten 30 bis 40 Produktattribute waren innerhalb eines Unternehmens noch einigermaßen überschaubar und zugänglich. Es dauerte ein bisschen, bis die ersten Händlern anfingen, die Artikeldaten in ihre Backend-Systeme und -Prozesse zu integrieren. Als das passierte – und andere Datenempfänger zum Netzwerk hinzustießen –, begannen die Anforderungen an die Attribute zu wachsen. Der Stellenwert der Geschäftsprozesse, die die Nachrichten-Choreographie und die Datenintegration unterstützten, wurden zur Messlatte für den Erfolg für Datenlieferanten und -empfängern.

Gegenwärtig veranlasst die wachsende Nachfrage nach Produktinformationen die Lieferanten zu der Erkenntnis, dass sie ihre Geschäftsprozesse optimieren müssen, um die Skalierbarkeit und Verlässlichkeit ihrer Daten sicherzustellen. Der Fokus der Daten-Lieferanten hat sich neu justiert: Daten gelten inzwischen als Vermögenswert. Durch die Bereitstellung vollständiger und „sauberer“ Daten kann sich ein Marktteilnehmer positiv vom Wettbewerb abheben. Unternehmen müssen sich darum kümmern, wie sie ihre Produktinformationen erfassen, managen und verbreiten. Jede dieser Aufgaben kann sich für ein Unternehmen als aufwändiges Unterfangen erweisen: das Verstehen der Gesamtmenge der von den Kunden verlangten Attribute genauso, wie die Beurteilung der Unternehmensorganisation und all der darin enthaltenen Systeme, die Produktdaten erheben oder speichern. Schon bei der Datenerfassung können unterschiedlichste Varianten ein- und derselben Information zu Tage treten, was eine Menge Fragen zum Thema Daten aufwirft:

  • Welche Anforderungen müssen die Produktattribute aus Sicht aller Empfänger erfüllen?
  • Wer verfügt innerhalb meines Unternehmens über die Produktinformationen?
  • Sind die Daten vertrauenswürdig – sorgt eine angemessene Datenverwaltung für ihre Genauigkeit?

Sobald die Datenbesitzer alle benötigten Produktattribute identifiziert haben und wissen, wo die entsprechenden Informationen gespeichert sind, kommt die Herausforderung der Aggregation, des Mappings und der Distribution an die Handelspartner. Die Datenanforderungen wirken sich auf alle Unternehmensbereiche aus – nicht nur auf die Logistik-Abteilung. Eine weitere Herausforderung für die Dateneigner liegt darin, dass die von Handelspartnern und Verbrauchern benötigten Produktinformationen in verschiedenen Bereichen des Unternehmens und in unterschiedlichen Systemen untergebracht sind. Das hat die Nachfrage nach PIM-Lösungen spürbar verstärkt.

Wenn die Unternehmen diese Herausforderungen auch künftig aktiv angehen und die Vermögenswerte erkennen, die in ihren Produktinformationen stecken, werden uns auch die nächsten zehn Jahre nicht langweilig werden. Im Gegenteil: Angesichts der weiter zunehmenden Kundenforderungen nach mehr und valideren Daten, werden die nächsten zehn Jahre für alle Daten-Freaks unter uns bestimmt ausgesprochen spannend!