Skip to content
Back to all

Meine Teilnahme am EHI / GS1 Wissenschaftspreis 2015

Background Blur

Gestern fand in Düsseldorf die Verleihung des EHI / GS1 Wissenschaftspreises statt. Obwohl ich nicht wirklich wusste, was mich erwarten würde, freute ich mich sehr über diese spannend klingende Einladung.

Bevor es los ging, holte ich mir natürlich noch ein paar nützliche Informationen aus der Webseite vom letzen Jahr. Nun hatte ich eine ungefähre, aber sehr theoretische Vorstellung, von einer Verleihung und Ehrung von innovativen jungen Geistern, aber auch einem Publikum, bestehend aus hochrangigen Industrieteilnehmern – mehr aber auch nicht.

Führende Plattform für wissenschaftliche Arbeiten

Der Eindruck der Webseite bestätigte sich bereits zu Beginn der Verleihung, die den krönenden Abschluss der gefragten und ausgebuchten Messe EuroCIS darstellte. Umso schöner, ein Teil des großen Ganzen zu sein.

Besonders fasziniert war ich von der knisternden Mischung der Teilnehmer. Hier trafen junge Querdenker auf die geballte Erfahrung der Etablierten aus der Handelsbranche. Ich bin mir ziemlich sicher, dass vom Studenten bis zum Professor alles anwesend war, was Forschung und Innovation im Bereich des Handelsmarketings vorantrieb. Also tatsächlich eine führende Plattform für wissenschaftliche Arbeiten?

Lernen für’s Leben

Nach kurzer Vorstellungsrunde der Moderatoren und Jury war der formelle Teil einer solchen Veranstaltung auch schon erledigt. Nun folgte ein lebendiger Vortrag der Doktorandin Steffi Burkhart (Gedanken-Tanken), die über das Thema “Generationen”, daraus ableitend dem Thema Identifikation mit Unternehmen und Mehrwerte, bis hin zum Work Life Balance berichtet. Letzteres darf man ihrer Meinung nach auch getrost durch “Life Blending” ersetzen. 

Ihre Ausführung des Aufeinandertreffen der Generation Baby Boomer (50-60 J), Generation X (35-50) auf die heute bestimmende Generation Y war für mich ein echtes Highlight und wirklich sehr erleuchtend. 

Die folgenden Arbeiten schlossen ganz nahtlos an das hoch gesteckte Niveau an. Den Teilnehmern war die Begeisterung wirklich anzusehen. Running Gag des Abends: Das Wort Work Life Balance wurde zum “Unwort” gekürt. Und dies vor allem da man eher von einem Rhythmus im Leben aus Arbeit und Freizeit anstatt eines Ausgleiches sprechen sollte – Aktion und Reflexion. In Folge dessen, versuchte man so gut es geht, darauf zu verzichten. 

Es folgte eine lebhafte Diskussionsrunde mit den “Alten Hasen” dieser Verleihungen (es war bereits deren 8. Ausgabe). Hier wurde versucht, die inspirierende Kontroverse mit der Generation Y im Arbeitsalltag darzustellen und welche Vorteile man daraus ableiten kann.

Last but not least

Unterdessen wurden wir auch fürstlich versorgt. Vor dem eigentlichen Event mit tollen Vorspeisen in Buffetform und Front-Cooking. Die Hauptspeise wurde dann frisch und persönlich serviert. Gut gemacht, so kam nämlich keiner in Verlegenheit, den Saal verlassen zu müssen und die spannenden Vorträge zu verpassen. 

Selbst an den einzelnen Tischen waren die regen Gespräche parallel zu den Vorträgen und Verleihungen nicht zu stoppen. Die eigentliche Verleihung war wie eine “OSCAR”-Verleihung an innovative und enthusiastische junge Menschen, denen man absoluten Respekt entgegen brachte und sich innerlich verbeugte.

Im Vorfeld wurden über 40 Arbeiten aus verschiedensten Hochschulen der D/A/CH Region eingereicht, aus denen schlussendlich pro Kategorie ein Sieger hervorging. Es wurden jeweils eine Bachelor, Master und Dissertationsarbeit gewürdigt und abschliessend noch eine innovative Forschungsgruppe. 

An meinem Tisch beispielsweise hatte ich interessante Gespräche mit einem Softwareanbieter. Besonders symphatisch war mir sein Hobby: Er sammelt Flipperautomaten, (Generation X eben). Oder –  eine junge Frau der Generation Y, die während der Masterarbeit mit einer Agentur im Modegeschäft unterwegs ist, und innovative Ideen in Richtung persönliche Stilberatung im Omnichannel und abschliessender Verkaufsgespräche am stationären POS. Oder ein Nachhaltigkeitsmanager einer Filialkette im Einzelhandel, der beispielsweise mit einer Elektro-LKW-Flotte, die Logistik nachhaltig und ökologisch betrachtet verändert. Bei so vielfältigem Networking ist Langeweile ausgeschlossen!

Abschließend wurden wir nochmals zu einem Dessert eingeladen, ebenfalls Front Cooking und in weitere interessante Gespräche verwickelt, rundum, ich war begeistert von so viel Innovation und der faszinierenden Intelligenz und Frische.

Ich freue mich auf weitere solcher hochgradigen Events.