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Ein Star wird 40 – vom Barcode zur Produktinformation

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In meinem letzten Post gab ich einen ersten kleinen Einblick in die Welt der Produktinformationen. Heute wird das Thema etwas visueller. Wir schauen uns zum 40 Jährigen Geburtstag unserer Mutter GS1 Germany den versteckten kleinen Helfer in jedem Warenregal an: den Barcode und wie 1WorldSync ihn bereichert.

Kein Barcode ohne GTIN

EAN, GTIN, Barcode, das scheint anfangs etwas verwirrend – und dabei ist es im Prinzip ganz einfach zu erklären: Die GTIN ist ein weltweiter Standard der GS1 Organisationen mit der Artikel eindeutig identifiziert werden. GTIN ist eine Abkürzung für Global Trade Item Number und hat die auf Europa reduzierte EAN (European Article Number) im Jahr 2009 abgelöst. Die GTIN umfasst entweder 8 oder 13 Ziffern. Der Standard und die Lizenzierung erfolgen weltweit einmalig, ebenfalls durch die GS1.

Barcode KaugummiDie 8 Stellige GTIN wird in der Regel für Verpackungen verwendet auf denen die 13 Stellige keinen Platz  hat. Also zum Beispiel auf einer Packung Kaugummi. Und wo wir schon einmal dabei sind: Tatsächlich war der erste Barcode auf einer Kaugummipackung gedruckt und zwar genau vor 40  Jahren,  am 26.06.1974 – so viel zur Geschichte unseres Geburtstagskindes.

Kommen wir zurück zu unserem Superstar. Der Barcode ist tatsächlich nichts anderes als ein Datenträger für die GTIN. Wie kaum ein anderes Symbol steht er als sichtbares Aushängeschild für den modernen und automatisierten Handel. Dabei ist es heutzutage gar nicht mehr notwendig, dass die GTIN ausschließlich per Barcode dargestellt wird. Ein noch schneller erfassbarer Datenträger ist z.B. die RFID Technologie um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Von der Nummer zur Information

Verglichen mit einem Autokennzeichen, dass für Polizei oder Zulassungsstelle Aufschluss über Fahrzeug- Halter, Typ, Modell, Farbe, Motorisierung und viele weitere Details zulässt, gilt auch die GTIN als Kennzeichnung für eine große Anzahl an Attributen. Wer hier als Konsument nur den Preis vermutet liegt um bis zu 1.200 weitere Attribute (schwankend nach Produktkomplexität) daneben.

Mit einem steigenden Informationsbedarf von Konsumenten, Händlern und Lieferprozessen steigt auch der Bedarf an Daten. Spannend daran ist, dass basierend auf der GTIN während der gesamten Lieferkette immer weitere Informationen hinzukommen, z.B. die Lagerorte oder eben der Preis. Während der Hersteller einen Großteil der Informationen im GDSN bereitstellt, werden während der Lieferkette weitere Systeme, z.B. ERP oder PIM eingesetzt. Auch hier dient die GTIN als eine Zuordnung. Der Barcode ist nicht zuletzt daher so charmant, da er von allen Beteiligten leicht zu lesen ist.

Ich merke schon, ich komme vom Hütchen aufs Stöckchen und dabei wollte ich doch eigentlich nur dem Barcode zum Geburtstag gratulieren. Also – “alles Gute lieber Barcode – du bist ein Star”!